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Früherkennung der Legasthenie

Ist es möglich zukünftige Lese/Rechtschreibprobleme schon im Kindergarten zu erkennen? Ab wann kann Legasthenie diagnostiziert werden?


Schon Vorschulkinder unterscheiden sich sehr stark in ihren Vorkenntnissen für die spätere Aneigung des Schriftsspracherwerbs.

Insbesondere aufgrund der so genannten phonologischen Bewusstheit kann dieser Erfolg mit speziellen Verfahren schon im Vorschulalter recht gut vorhergesagt werden. Unter phonologischer Bewusstheit versteht man den Einblick der Kinder in die Lautstruktur der gesprochenden Sprache. Was heißt das nun?

Kinder im Vorschulalter, mit dem Risiko zur Entwicklung einer Legasthenie, haben häufig Schwierigkeiten in folgenden Bereichen:

  • Erkennen unterschiedlicher Laute in Wörtern, z.B. Tanne – Kanne (Hörst du in "Brot" ein "o"?; Mit welchem Laut beginnt das Wort "Affe"?)

  • Unterscheiden von Reimen und Nicht-Reimen

  • Erkennen von Unsinnwörtern

  • Unterteilung von Wörtern in Silben (z.B. Klatsche das Wort "Weihnachtsbaum" in Silben)


Die phonologische Bewusstheit kann schon im Vorschulalter überprüft werden. Ein gezieltes Training kann den späteren Erwerb des Lesens und Schreibens wesentlich erleichtern.


Weitere Signale, die auf spätere Probleme im Lesen und Schreiben hindeuten können:

  • Schwierigkeiten im Erkennen von Bildern, Buchstaben, LOgos, Symbolen.

  • Schwierigkeiten beim Erfassen von Bildgeschichten

  • Kind braucht lange, um Farben, Symbole, Objekte benennen zu können

  • die Unterscheidung ähnlicher Symbole gelingt schlecht

  • Bilder nach Kategorien zu ordnen (Größe, Farbe ...) fällt schwer

  • später Sprachbeginn

  • geringer Wortschatz

  • Legasthenie in der Familie

Die Entwicklung der Kinder ist jedoch sehr unterschiedlich. Nicht jede beobachtete Auffälligkeit führt zwangsläufig zu Schwierigkeiten.